{"id":33,"date":"2016-03-18T15:29:10","date_gmt":"2016-03-18T14:29:10","guid":{"rendered":"http:\/\/theater-svlg.de\/?page_id=33"},"modified":"2016-05-04T19:17:19","modified_gmt":"2016-05-04T17:17:19","slug":"201415-die-oper-vom-grossen-hohngelaechter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/theater-svlg.de\/?page_id=33","title":{"rendered":"2014\/15 &#8211; Die Oper vom gro\u00dfen Hohngel\u00e4chter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Musik von Susanne Hinkelbein<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDie Macht, und zwar jede Macht, f<\/em><em>\u00fcrchtet nichts mehr als das Lachen, das L<\/em><em>\u00e4cheln und den Spott. Sie sind Anzeichen f<\/em><em>\u00fcr kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Ansicht, ein Clown zu sein, ein Hanswurst.<\/em><em>\u201c (Dario Fo)<a href=\"https:\/\/theater-svlg.de\/?attachment_id=58\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-58\" src=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Plakat-212x300.jpg\" alt=\"Hohngel\u00e4chter Plakat\" width=\"300\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Plakat-212x300.jpg 212w, https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Plakat-724x1024.jpg 724w, https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Plakat.jpg 1447w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p>Dario Fo greift in seiner \u201eOper vom gro\u00dfen Hohngel\u00e4chter\u201c Motive der <em>Beggar<\/em><em>\u2019<\/em><em>s Opera<\/em> von Gay und der <em>Dreigroschenoper<\/em> von Brecht auf: Doch w\u00e4hrend fr\u00fcher Horden von Bettlern die Stra\u00dfen bev\u00f6lkerten, kontrolliert und \u201ebetreut\u201c vom Bettlerk\u00f6nig Pechum, ist das heutzutage ganz anders: &#8222;Ja, die Zeiten \u00e4ndern sich und mit ihnen die Gesch\u00e4ftsmethoden\u201c. Sonst h\u00e4tten wir dieses Schauspiel genauso auff\u00fchren k\u00f6nnen wie Brecht 1928 oder gar wie John Gay 1728. &#8222;Mein Vorg\u00e4nger an dieser Stelle konnte die Leute noch auf die Stra\u00dfe zum Betteln schicken und ihnen dadurch eine echte Hilfe bieten.&#8220; Heute haben wir das soziale Netz, dessen wir uns bedienen m\u00fcssen. Die Gebr\u00fcder Peachum &#8211; hatten wir schon erw\u00e4hnt, dass es nicht mehr nur EINEN Bettlerk\u00f6nig gibt, sondern dass sich ein Br\u00fcderpaar redlich Gewerbe und Ehefrau teilen &#8211; sie organisieren f\u00fcr die Menschen staatliche Hilfsleistungen, schicken Prototypen menschlichen Elends zum Arbeits- oder Sozialamt, auf dass diese die Herzen der Sachbearbeiter bewegen und die Kassen der Firma Peachum f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ansonsten blieb die Handlung dieselbe wie vor 250 Jahren: Der Gangsterboss Mackie Messer hat sich an Polly, einzige Tochter der Peachums, den Londonern Bettlerk\u00f6nigen, herangemacht und diese heimlich geheiratet &#8211; ein Vorgehen \u00fcber die die Gebr\u00fcder Peachum und Polly\u2019s Mutter not amused sind und geeignete Gegenma\u00dfnahmen einleiten. Mackies enge und liebevolle Beziehungen zu der Damenwelt sind dabei eine willkommene Schw\u00e4che, die die Peachums ausnutzen, genauso wie die Angst des Polizeipr\u00e4sidenten vor einem Aufstand der Armen w\u00e4hrend den Kr\u00f6nungsfeierlichkeiten ihrer Majest\u00e4t. Logische Konsequenz: der M\u00f6rder und Verbrecher Mackie Messer landet am Galgen und die Gerechtigkeit ist wieder hergestellt &#8211; oder ist das zu einfach, zu idealistisch gedacht?! Kann es in einer Gesellschaft, die korrupt und brutal ist, \u00fcberhaupt so etwas wie Gerechtigkeit geben?<\/p>\n<p>Regie: Thomas H\u00f6ll<br \/>\nMusikalische Leitung: Vincent Eissing-Boyny<br \/>\nMitwirkende: <em>Johannes Alber, Felix Ebner, Teresa M\u00f6ller, Hannes Feucht, Aline Rampp, Lisa Ritter, Berfin Cevirme, Julia H\u00e4gele, Janina H\u00e4gele, Julia Dargel, Juliane Weller, Christine Sonner, Johanna Sonner, Lisa Tiessen, Darlene Postic, Melina Rieger, Salome Wecks,\u00a0 Alica Schneider, Dirk Noller, Mikka Schulz, Jonas Gorke, Daniel Baumgartner, Amaury Krief, Nico Pratz.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_55\" aria-describedby=\"caption-attachment-55\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/theater-svlg.de\/?attachment_id=55\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-55 size-large\" src=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Gruppenbild-1024x768.jpg\" alt=\"Hohngel\u00e4chter Gruppenbild\" width=\"474\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Gruppenbild-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Gruppenbild-300x225.jpg 300w, https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Hohngel\u00e4chter-Gruppenbild.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-55\" class=\"wp-caption-text\">Die Mitwirkenden bei der Auff\u00fchrung von &#8222;Die Oper vom gro\u00dfen Hohngel\u00e4chter&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musik von Susanne Hinkelbein \u201eDie Macht, und zwar jede Macht, f\u00fcrchtet nichts mehr als das Lachen, das L\u00e4cheln und den Spott. 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