{"id":681,"date":"2016-05-17T15:26:14","date_gmt":"2016-05-17T13:26:14","guid":{"rendered":"http:\/\/theater-svlg.de\/?page_id=681"},"modified":"2016-05-17T15:31:17","modified_gmt":"2016-05-17T13:31:17","slug":"presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/theater-svlg.de\/?page_id=681","title":{"rendered":"Presse"},"content":{"rendered":"<h2><strong><br \/>\nMittelstufen-Theater-AG des SvLG spielt Sketch-Sammlung<\/strong><\/h2>\n<p>von Alina Rehmann\/Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau<\/p>\n<h6>Die Mittelstufen-Theater-AG beweist bei ihrer Auff\u00fchrung kom\u00f6diantisches Talent. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclerpr\u00e4sentieren die Sketchsammlung &#8222;Aus dem Ruder gelaufen&#8220; von Thorsten B\u00f6hner. &#8222;Der heutige Abend sollte eigentlich von den Krankenkassen bezuschu<br \/>\nsst werden.&#8220; Mit diesen Worten und einem Augenzwinkern er\u00f6ffnete Schulleiter J\u00fcrgen Riehle die Theaterauff\u00fchrung der Mittelstufe im Schenk-von-Limpurg-Gymnasium Gaildorf. Denn Lachen sei ja bekanntlich gesund&#8230;<\/h6>\n<p>Zum Lachen gab es in der Tat einiges an diesem Dienstagabend. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des Mittelstufen-Ensembles unter der Leitung von Nina Rose pr\u00e4sentierten sich bestens vorbereitet und meisterten ihre Auftritte mit Bravour. Buchst\u00e4blich &#8222;Aus dem Ruder gelaufen&#8220; sind die herrlich chaotischen Szenen in der gleichnamigen Sketchsammlung von Thorsten B\u00f6hner, in denen ein Bankr\u00e4uber mit Grammatikkenntnissen \u00fcberlistet, Rollen getauscht, Zukunftsszenarien entworfen und Alltagssituationen karikiert werden. Gekonnt schl\u00fcpften die ambitionierten NachwuchsMimen in die einpr\u00e4gsamen, skurrilen Pers\u00f6nlichkeiten der slapstickartigen Kom\u00f6dien und hatten sichtlich Spa\u00df bei der Sache. Kein Wunder, geht es doch in den kleinen St\u00fccken drunter und dr\u00fcber, die Ereignisse \u00fcberschlagen sich und bieten reichlich Entfaltungsspielraum. In der Einstiegsszene korrigieren eine gelangweilte Bankangestellte, ein streitlustiges Ehepaar und schlussendlich auch zwei Polizisten Satzbau und Ausdrucksweise eines ungehobelten Bankr\u00e4ubers. Als die Akteure beginnen, \u00fcber den Kopf des R\u00e4ubers hinweg grammatikalische Fragestellungen zu er\u00f6rtern, empfindet der Zuschauer beinahe ein wenig Mitleid mit ihm. Wenig besser ergeht es einer Polizistin beim Dienst in der Notrufzentrale. Zwar erteilt sie anfangs noch altkluge, zum Teil abstruse Ratschl\u00e4ge und wimmelt alle Hilfesuchenden so schnell wie m\u00f6glich ab. Eine s\u00e4chsische gest\u00e4ndige Taubenm\u00f6rderin namens Frau H\u00f6schen, die zu allem \u00dcbel an Demenz zu leiden scheint, bringt sie jedoch an den Rand des Nervenzusammenbruchs.<\/p>\n<figure id=\"attachment_683\" aria-describedby=\"caption-attachment-683\" style=\"width: 409px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-683\" src=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Ruder-300x172.jpg\" alt=\"Ruder\" width=\"409\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Ruder-300x172.jpg 300w, https:\/\/theater-svlg.de\/wp-content\/uploads\/Ruder.jpg 836w\" sizes=\"(max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-683\" class=\"wp-caption-text\">Nico Pratz, Linda M\u00fcller, Elisabeth Ho\u00dfbach als M\u00e4nner, die ihre Frauen beim Fu\u00dfballgucken nerven.<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Vor dem Bildschirm tobt der Kampf der Geschlechter<\/h4>\n<p>Dem Zusammenbruch nahe sind auch die Arbeitskr\u00e4fte von morgen. Im Jahr 2050 d\u00fcrfen sie erst im Alter von 85 Jahren in Rente gehen. Bewohner eines Altersheims sind fitter als ihre zahnlose Heimleiterin, arbeitsunf\u00e4hige, aber immer noch steuerzahlungspflichtige Angestellte werden absichtlich bei Rot \u00fcber die Ampel geschickt, um &#8222;das Problem zu l\u00f6sen&#8220;. Trotz allem schert sich ein skrupelloser Politiker keinen Deut um die missliche Lage der alternden Bev\u00f6lkerung, er denkt einzig und allein an sein Honorar. Galgenhumor vom Feinsten. Kurz darauf entwickelt sich aus einem gem\u00fctlichen Fernsehabend ein handfester Geschlechterkampf, in dem sich wohl so mancher Besucher schmunzelnd wiedererkennt. Paradoxerweise sind in der Szene die Rollen von M\u00e4nnern und Frauen genau vertauscht. W\u00e4hrend sich die M\u00e4nner sozusagen zum &#8222;M\u00e4delsabend&#8220; verabreden, Sekt schl\u00fcrfen und<br \/>\ngemeinsam auf die Toilette gehen, planen die Frauen eine gemeinsame Harley-Spritztour, schimpfen \u00fcber unfaire Schiedsrichter bei der Fu\u00dfball-WM und verhalten sich im Allgemeinen ziemlich m\u00e4nnlich. Beim lautstarken Torjubel funken die M\u00e4nner mit einem vorwurfsvollen &#8222;Muss das denn immer so ausarten!&#8220; dazwischen und vertreiben die Frauen schlussendlich unter dem Gel\u00e4chter des Publikums aus dem Zimmer. Fl\u00fcchten w\u00fcrde der Mann einer shoppingw\u00fctigen Frau mindestens ebenso gerne. Sie verschleudert sein Geld und bestellt sich gar eine &#8222;Gl\u00fcckserbse&#8220;, die als Talisman Shoppingerfolge und positive Erlebnisse garantieren soll. Ihren Mann missbraucht sie w\u00e4hrenddessen als eine Art menschlichen T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr Paketboten und Lieferanten, die ihre Rente aufgrund der st\u00e4ndig eingehenden Bestellungen bereits als &#8222;gesichert&#8220; betrachten. Ihren Applaus hat sich die Mittelstufentheater-AG redlich verdient, die Sch\u00fcler spielten authentisch und mit viel Enthusiasmus. Allerdings h\u00e4tte der Premiere am vergangenen Dienstag ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Publikum geb\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittelstufen-Theater-AG des SvLG spielt Sketch-Sammlung von Alina Rehmann\/Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau Die Mittelstufen-Theater-AG beweist bei ihrer Auff\u00fchrung kom\u00f6diantisches Talent. 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