{"id":694,"date":"2014-03-17T12:00:56","date_gmt":"2014-03-17T11:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/theater-svlg.de\/?p=694"},"modified":"2016-07-15T16:33:53","modified_gmt":"2016-07-15T14:33:53","slug":"aufwaermuebungen-bei-den-proben-der-oberstufen-theater-ag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theater-svlg.de\/?p=694","title":{"rendered":"Aufw\u00e4rm\u00fcbungen bei den Proben"},"content":{"rendered":"<p>Die Proben f\u00fcr das neue St\u00fcck laufen schon! Ob n\u00f6rgelige Patienten, Lehmh\u00fcttenbauer oder Psychopathen &#8211; bei den Theaterproben am Gaildorfer Gymnasium k\u00f6nnen Sch\u00fcler jede Rolle \u00fcbernehmen. Und haben dabei eine Menge Spa\u00df!<!--more--><\/p>\n<p>Die Sonne scheint, es ist warm &#8211; wieso also im schattigen Atrium proben?! Das denken sich auch die knapp 16 Jungen und M\u00e4dchen der Oberstufen-Theater-AG samt Deutschlehrer Thomas H\u00f6ll, und verlegen die Probe in den Schulhof. Insgesamt treffen sich 20 Sch\u00fcler einmal w\u00f6chentlich, um dann einmal im Jahr aufzutreten. Im Herbst wollen die jungen Schauspieler &#8222;Die Oper vom gro\u00dfen Hohngel\u00e4chter&#8220; von Dario Fo auff\u00fchren. Eine eher moderne Dreigroschenoper, in der es um haupts\u00e4chlich Geld, Korruption und Macht geht. Es herrscht eine lockere Atmosph\u00e4re w\u00e4hrend der Probe, trotzdem h\u00f6ren alle zu, wenn Thomas H\u00f6ll erkl\u00e4rt. Los gehts mit Aufw\u00e4rm\u00fcbungen. &#8222;Die Sch\u00fcler kommen direkt aus dem Unterricht, die m\u00fcssen sich erst lockern und hier ankommen&#8220;, begr\u00fcndet Thomas H\u00f6ll. Und schon laufen die jungen Schauspieler kreuz und quer durcheinander, mal schnell, dann langsam &#8211; mal gro\u00df oder klein. &#8222;Mit Sch\u00fclern w\u00e4hrend einer Probe zu arbeiten ist ganz anders als in der Klasse&#8220;, erz\u00e4hlt H\u00f6ll. &#8222;Man muss Ideen verwirklichen, seinen K\u00f6rper einsetzen und sich auch mal \u00fcberwinden.&#8220; &#8222;Mir macht es Spa\u00df in andere Rollen zu schl\u00fcpfen&#8220;, sagt Dirk Noller (17), der schon vergangenes Jahr dabei war. &#8222;Es ist toll, dass alle sagen k\u00f6nnen, was sie wollen und so richtig verr\u00fcckt sein k\u00f6nnen!&#8220;, erkl\u00e4rt die 16-j\u00e4hrige Alicia Schneider. Nach dem Aufw\u00e4rmen geht es mit Improvisationsaufgaben weiter. Die Sch\u00fcler m\u00fcssen spontan auf Standbilder reagieren, oder sich kurze Szenen ausdenken und vorf\u00fchren. Die einzige Bedingung: Es geht ums Thema Warten. Schon nach wenigen Minuten zanken sich Patienten im Wartezimmer, w\u00e4hrend ein paar M\u00e4dchen l\u00e4sternd in der Toilettenschlange stehen. Jede Idee ist kreativ und spontan entstanden. &#8222;Ich mag die Improvisationen immer am meisten, das ist total cool und echt witzig!&#8220;, sagt Berfin Cevirme (17) lachend. &#8222;Mir ist es wichtiger, mehr zu spielen und weniger auf den Text zu achten&#8220;, meint Thomas H\u00f6ll. &#8222;Am Ende sollte es so sein, dass man nur an Gestik und Mimik erkennt, was die Sch\u00fcler f\u00fcr eine Rolle darstellen.&#8220; Deshalb ist es auch normal, wenn pl\u00f6tzlich ein Sch\u00fcler nur noch Brabbel-Laute von sich gibt, und ein Moderator frei interpretieren darf, was das hei\u00dfen soll. Dann stehen da auf einmal Greenpeaceaktivisten, die sich f\u00fcr vom Himmel fallende V\u00f6gel einsetzen, oder Lehmh\u00fcttenerbauer, die mit seltsamen Sprichworten aufwarten: &#8222;Wer im Lehmhaus sitzt, sollte nicht an die Wand pinkeln.&#8220; &#8222;Die Szenen unseres neuen St\u00fccks erarbeiten wir auch durch Improvisationen. Oft entstehen sogar bessere Ideen als im Original. Dann \u00e4ndern wir das einfach&#8220;, erkl\u00e4rt H\u00f6ll. &#8222;Wenn die Sch\u00fcler zu viel nachdenken, dann schadet das manchmal und sie spielen viel schlechter.&#8220; Deshalb dauert auch jede \u00dcbung nur wenige Minuten. &#8222;Als Student habe ich selbst Theater gespielt, mal gut und mal in richtig peinlichen Rollen&#8220;, gesteht Thomas H\u00f6ll. &#8222;Jetzt bin ich seit etwa zehn Jahren Theaterlehrer.&#8220;on Alexandra Sch\u00f6neck<\/p>\n<p>Mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/schwaebisch_hall\/\">Haller Tagblatt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Proben f\u00fcr das neue St\u00fcck laufen schon! Ob n\u00f6rgelige Patienten, Lehmh\u00fcttenbauer oder Psychopathen &#8211; bei den Theaterproben am Gaildorfer Gymnasium k\u00f6nnen Sch\u00fcler jede Rolle \u00fcbernehmen. 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