Alle Beiträge von Thomas Höll

Es war einmal ein Mord

Die Mittelstufen-Theater-AG präsentiert am Dienstag, dem 14. Mai sowie Donnerstag, dem 16. Mai 2019 jeweils um 19 Uhr ihr neustes Stück: Es war einmal Mord. Seien Sie gespannt auf den unterhaltsamen Blick hinter die Märchenkulissen.

Märchen leben vom Gegensatz zwischen Gut und Böse. Dieses Stück unternimmt einen amüsanten Versuch, sich „die Bösen“ einmal genauer anzusehen. 

Die beiden Wachen Hinz und Kunz  stellen uns die im Kerker sitzenden Märchenfiguren vor und geben ihnen Gelegenheit, ihre Fassung bzw. die Fortsetzung der allseits bekannten Geschichte zu erzählen: Schneewittchens Stiefmutter, die böse Fee, der Wolf, Aschenputtels Stiefmutter, Rosenrot, die Hexe und Rumpelstilzchen kommen zu Wort.
Und die Guten? Sind auf einmal gar nicht mehr so gut, sondern selbstgerecht, egoistisch, ungezogen, rachsüchtig. Dann werden auch noch „die Bösen“ einer nach dem anderen ermordet. Gift! Als nur noch Rosenrot und Rumpelstilzchen übrig sind, wird der Täter mit ihrer Hilfe endlich gefasst und Rumpelstilzchen errät tatsächlich noch nach all den Jahren des Grübelns den Namen der Müllersenkelin!

Eintritt ist frei.

Internationales Jugendtheaterfestival 2019

OSTERFERIEN AUF DER BÜHNE

Die Oberstufentheater AG ist bereits Stammgast beim Internationalen Jugendtheaterfestival in Schwäbisch Hall. Auch in diesem Jahr verbrachten junge Schauspieler zusammen mit ihrem Spielleiter Thomas Höll einen Großteil der Osterferien bei diesem Theatertreff.

„African Dance“, „Improvisationstheater“, „Stockkampf“, „Sprechen auf der Bühne“ oder „Clown“ waren Workshops, die die Gaildorfer Jugendliche besuchten und die Ergebnisse ihrer Erarbeitung am Abschlusstag in einer berauschenden Workshop – Präsentations – Show in dem ausverkauften New Globe Theatre einem begeisterten Publikum vorstellen durften.

Bereits am Dienstag, 23 April 2019 führte die Oberstufentheater AG Szenen aus ihrem neuen Stück vor jubelnden Zuschauer in der Haller Haalhalle vor. Sonja Alexa Schmitz urteilte im Haller Tagblatt in ihrer Rezension vom 24. April 2019 über die begeisternde Inszenierung:  „Kurz, aber sehr lustig“, preist Georg Kistner, Dramaturg der Freilichtspiele, das Stück „Hysterikon“ der Theaterspieler aus Gaildorf an. Die Schüler der Theater-AG imitieren mit leeren Joghurtbechern und weiteren Verpackungen, die sie auf Würfelpyramiden angeordnet haben, einen Supermarkt. Darin stoßen die spielfreudigen Schüler des Schenk-­­­von-Limpurg-Gymnasi­ums auf die Probleme des täglichen Lebens. Allen voran die Sorge, mit der sich die Generation der Jugendlichen in unserer Zeit besonders konfrontiert sieht: Entscheidungen zu treffen. 

Soll Sie den Himbeerjoghurt nehmen, den sie als Kind so gerne aß, oder den mit Ingwer-Masala, der ihr von der Verkäuferin empfohlen wird, oder Zitrone wegen den Vitaminen? Es ist zum Verzweifeln – und das kauft man der jungen Schauspielerin (Hanna Rebel) ab.

Die Entscheidungsunfreudige greift in einer der nächsten Szenen einem Impuls folgend zu. Aber nicht beim Joghurt , sondern bei einem Mann (Pascal Bugdol). Dieser ebenfalls spontan vom Blitz getroffen, verlässt umgehend seine Freundin (Noelle Schuchardt), die mit einem beeindruckenden Kreischanfall ihren Gefühlen freien Lauf lässt und aus Verzweiflung Chips in den mühevoll sexy geformten Körper stopft.“

In einer anderen Szene bedrängt eine scheinbar hilfsbereite Dame, überkandidelt interpretiert von Elisabeth Hossbach, ein junges Mädchen. Da dieses dunkelhäutig ist, scheint es ein geeignetes Objekt für die eigene Wohltätigkeit. Dass die junge Dame, engagiert gespielt von Dunja Mohamed Moussa, gar keiner Hilfe bedarf, perfekt die deutsche Sprache spricht, da sie in Deutschland geboren ist, wird ignoriert. Es bleibt für die arme Studentin nur die Flucht vor so vielen Hilfsangeboten…

Die Verbindung zwischen den einzelnen Spielszenen wird durch ein kongeniales Quartett von Verkäuferinnen (Sarah Hünefeld, Dunja Mohamed Moussa, Evelyn Abischew und Jasmin Greinert) hergestellt. Diese führen in die Problematik des Stückes ein, kommentieren Handlungen, stoßen Prozesse an oder ignorieren ihre Kunden. Dabei haben sie noch genügend Zeit sich untereinander einen heftigen Zickenkrieg zu führen.

Aus den wenigen Szenen, einem Appetithappen der Gaildorfer auf das komplette Stück, das Ende Juni aufgeführt wird, nimmt das Publikum eine Botschaft mit: Ein Impuls ist, wenn einem alles egal ist. Folge dem Impuls, dann sparst du dir lange Entscheidungsprozesse.“

Für alle, die diesen wundervollen Nachmittag versäumt haben, besteht am 28./29./30. Juni 2019 Gelegenheit dieses Stück zu genießen.

Rezension mit freundlicher Genehmigung des Haller Tagblattes.

Fotos: Thomas Höll und Mert Kusu.

Ein Koffer voller Erinnerungen

GAILDORF: Die Oberstufentheater-AG des Gaildorfer Gymnasiums begeisterte die Zuschauer am vergangenen Wochenende mit einem Stück völlig unterschiedlicher Lebensgeschichten.

Die Bewohner des Altenheims schwelgen in Erinnerungen. Regisseur Thomas Höll wurde bei der Umsetzung des Stücks von seiner Schwester und einem alten Koffer, der auf dem Dachboden lag, inspiriert. Fotograf: Luca Stettner

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